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Optimierung der Risikostrategie unter RWA-Nebenbedingungen

Ausgangslage*

Die Fundierung der Risikostrategie im aktuellen Zinsumfeld stellt fĂŒr Banken und Sparkassen eine wichtige und anspruchsvolle Aufgabe dar.

Speziell die „richtige“ Dosis des Zinsrisikos und die Verteilung des Gesamtrisikos auf verschiedene Risikoklassen beinhaltet erhebliche Ertragspotenziale.
Im Zuge steigender Eigenkapitalanforderungen – nicht zuletzt durch die CRR III – ist zudem die BerĂŒcksichtigung von RWA-Nebenbedingungen im Rahmen der Optimierung essenziell.

Handlungsbedarf und Motivation

Die Optimierung der Risikostrategie ergibt – je nach Ausgangssituation – teilweise nicht unerhebliche Umschichtungsimpulse innerhalb der klassischen Risikoklassen, die Banken und Sparkassen im Rahmen ihrer GeschĂ€ftsstrategie und innerhalb der Eigenanlagen im Depot A belegen.

Die klassische Analyse folgt hierbei dem folgenden fachlichen Prozess:

Übersicht des fachlichen Analyseprozesses im Rahmen der Kapitalallokationsanalyse

 

Abbildung: Fachlicher Prozess der klassischen Kapitalallokationsanalyse

Management-Perspektive

Aus Sicht des Managements gilt es, die vorgegebenen ErtragsbedĂŒrfnisse der Bank mit einer effizienten Auslastung des dazu erforderlichen Risikos
(im Sinne der Schwankungstoleranz der eingegangenen Anlagen) zu erreichen.
Diese Anforderung definiert auch die analytischen Leitplanken zur Ableitung einer optimalen Risikostrategie.

Zentrale Ausgangsbasis der Optimierungsanalyse ist die sachgerechte Parametrisierung der aktuellen Risikoklassen.
Dazu zĂ€hlen die Zuordnung – sachgerecht abgeleitet aus entsprechenden Zeitreihenanalysen passender Marktdaten – der Parameter:

    • Risiko der Risikoklasse
    • erwartete (mittelfristige) Performance der Risikoklasse
    • Wechselwirkungen (Korrelationen) zwischen den einzelnen Risikoklassen

Grafische Darstellung der analytischen Leitplanken zur Ableitung einer optimalen Risikostrategie

 

Abbildung: Analytische Leitplanken zur Ableitung einer optimalen Risikostrategie

Typische Risikoklassen bei Banken und Sparkassen im Rahmen der Analyse

📈 KundengeschĂ€ft
  • Zinsanlage lang
  • Zinsaufnahme kurz
đŸ§© Spreadklassen nach Segmenten
  • Unternehmensanleihen
  • Staatsanleihen
  • Bankanleihen
  • Pfandbriefe
  • High Yield
  • Emerging Markets
  • 

🏱 Immobilieninvestments
  • eigene Immobilien
  • Immobilienfonds
📊 Aktien
đŸ€ Beteiligungen
đŸ‘€ Adressrisiko Kunde

Die hierbei analysierten optimierten Portfoliostrukturen ergeben sehr oft deutliche EffizienzzuwÀchse (d. h. mehr Ertrag bei vergleichbarem Risiko).

Nebenbedingung RWA-Optimierung

Im neuesten Release von ic.asset-allokation wurde die BerĂŒcksichtigung der RWA-Belastung der einzelnen Risikoklassen in die Optimierungsanalyse integriert.
Hierbei können sowohl die aktuellen Risikogewichte als auch die Zielgewichte der neuen CRR III bis 2030 betrachtet werden.

In den Praxisanwendungen zeigte sich hierbei oft ein erhebliches Optimierungspotenzial unter RWA-Nebenbedingungen.

Fazit und Zusammenfassung

    • Aus der aktuell geĂ€nderten Zinssituation ergeben sich im Rahmen der Kapitalallokationsanalyse aus EffizienzgrĂŒnden Anpassungsimpulse.
    • Dabei wird speziell die wiedererlangte Effizienz der Risikoklasse Zins berĂŒcksichtigt.
      Bei vergleichbarem Gesamtrisiko lÀsst sich eine deutlich bessere Gesamtperformance erzielen (langfristig im Mittel).
    • Die BerĂŒcksichtigung von RWA-Nebenbedingungen im Rahmen der neuen CRR III fĂŒhrt aktuell zu deutlichen Optimierungsimpulsen.

Zentraler Nutzen der Analyse

  • Optimierung der Risikostrategie und Ableitung einer klar definierten Zielallokation.
  • Festlegung der gewĂŒnschten Limite fĂŒr die wertorientierte (barwertige) Steuerung.
  • Peer-Group-Analysen zur besseren EinschĂ€tzung der eigenen Position.
  • BerĂŒcksichtigung und Optimierung von RWA-Nebenbedingungen.

Kontakt

Dr. Andreas Beck
ICnova AG
Partner

✉ andreas.beck@icnova.de
Andreas Beck

Kontaktieren Sie uns gerne fĂŒr eine entsprechende Kapitalallokationsanalyse oder zur UnterstĂŒtzung bei der EinfĂŒhrung von ic.asset-allokation.